Geprägt durch eine Kindheit in einem bauausbildenden Elternhaus und Verwandschaft am ehemaligen Bauhaus entschied ich mich für den Beruf des Bauingenieurs und bekam 1979 an Deutschlands ältester Bauschule in Gotha (nach 1990 abgewickelt) mein Examenszeugnis. Die damaligen Wirtschaftsstrukturen bestärkten mich in dem Drang, eine Nische zu finden. Dies erfüllte sich teilweise 1982 mit dem Beginn des Studiums zum Fachingenieur für Gebäudeerhaltung an der TU Dresden. Damit war der Weg begonnen in den Arbeitsbereich der Denkmalpflege, den ich von 1985 bis 1992 als Planer und Bauleiter beschritt. In dieser Zeit, 1988, erhielt ich die erste Zulassung für die Tätigkeit im Bereich des Holzschutzes, die mir das wiedervereinigte Deutschland 1991 mit einer nochmaligen Prüfung bestätigte.
Es folgten beruflich die Weiterbildungen zum zertifizierten Sachverständigen für Grundstückswertermittlungen Anfang der neunziger Jahre und anschließend die Weiterbildung beim Landesverband Thüringen der ö.b.u.v. Sachverständigen zum Sachverständigen für Schäden an Gebäuden.
Durch die Kooperation mit dem Bauherren-Schutzbund baute ich in meinem Büro die baubegleitende Qualitätskontrolle aus, bei der ich im Neubaubereich als auch im alten Haus sehr oft und hartnäckig den Blick hinter die Kulissen lenke und so der Bauherrschaft bzw. den zukünftigen Eigentümern Schäden und Mängel aufzeige, die dann noch rechtzeitig behoben werden können.
So bilden heute Alt- und Neubau ein ausgewogenes Verhältnis, die mich mit ihrer Entstehung und ihren Schäden und Mängeln beschäftigen. Alte Gebäude strahlen noch immer eine gewisse Faszination aus. Beim Neubau ist man oft der Vermittler, der Dolmetscher unter den deutschen Handwerkern, weil leider auf heutigen Baustellen viel zu wenig miteinander gesprochen wird und Planungs– und Bauleiterarbeit immer schmaler werden!

Intensive Gespräche und hartnäckiges Vehandeln haben im Laufe der Jahre die Notwendigkeit juristischer Hilfe durch Anwalt und/oder Gericht sehr minimiert. Bauträgervertreter besuchen, ehemals heimlich und scheu, ;heute gern meine Messestände und nehmen gern Informationsmaterial mit.
Oft gehörte Reaktion von Bauherren – "Warum haben wir Sie nicht früher kennengelernt?"sind trotz jahrelanger Messe– und Ausstellungsaktivitäten noch immer die Antwort, wenn ein aussichtsloser Fall doch zum Guten gewendet werden kann. So auch erlebt beim Einsatz im hochwassergeplagten Grimma im Jahre 2002, bei der Sanierung des durch das Muldenhochwasser geschädigten Schloßkomplexes Podelwitz zwischen Grimma und Colditz, bei einem Bauherren-Schutzbund-Mitglied bis ins Zimmerinnere durchfeuchteten neu errichteten Dach eines neugebauten Zweifamilienhauses, bei der baubegleitenden Qualitätskontrolle für einen blinden Bauherren im Jahre 2007 / 2008, der nur durch unsere Bauherren-Schutzbund - Hilfe nach dem Abbruch des ersten Rohbaues und der anschließenden Insolvenz des Hauptauftragnehmers noch ein beziehbares Einfamilienhaus erhielt oder einer Vielzahl telephonischer Anfragen besorgter Bauherren und - frauen im Laufe der Jahre, denen dann geholfen werden konnte.
Am eigenen Haus, welches 1869 gebaut wurde, haben wir nach dem Kauf im Jahre 2000 das Dach mit Schafwolle gedämmt und den ersten Wetterschutz unter der Biberdeckung mit Holzfaserweichplatten realisiert, so dass wir seitdem 22 cm biologische Dämmmaterialien ohne Dampfsperre nutzen. Wir heizen mit einer Wärmepumpe mit Erdsonden (3 * 96 m tief), mit einer Solaranlage auf unserer Scheune mit Heizungsuntertützung für das Wohn– und Geschäftshaus und mit einem Holzkessel. Ständig etwa 20 Festmeter Holz auf dem Grundstück lagern kesselfertig drei Jahre, bis sie verfeuert werden. Die Steuerung dieser drei unterschiedlichen Medien läuft automatisch und kann auch manuell geregelt werden, was sich insbesondere in der Übergangszeit im Frühjahr und Herbst oder einem lauen Winter finanziell günstig auswirkt. Diese Steuerung zu realisieren war für die drei beteiligten Firmen die größte Herausforderung und hat meine ganze Bauherrenhartnäckigkeit gefordert. Im Haus wurde eine Fußleistenheizung installiert, die durch ihre Wandstrahlungswärme oft schon andere, künftige Bauherren überzeugt hat.

Bitte wundern Sie sich nicht, wenn Sie diese Seite auch im Büro Gera finden. Ich betreue beide Büros und bin für das Büro Jena ebenso verantwortlich wir für das Büro am Standort Gera.

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